Lesetipp Mai 2018 „Ein mögliches Leben“

Hannes Köhler

Ein mögliches Leben - Hannes Köhler

Ein junger Mann begleitet seinen Großvater auf eine Reise in die deutsche Vergangenheit…

Ein Wunsch, den Martin seinem Großvater Franz nicht abschlagen kann: eine letzte große Reise unternehmen, nach Amerika, an die Orte, die Franz seit seiner Gefangenschaft 1944 nicht mehr gesehen hat.

Martin lässt sich auf dieses Abenteuer ein, obwohl er den Großvater eigentlich nur aus den bitteren Geschichten seiner Mutter kennt. Unter der sengenden texanischen Sonne, zwischen den Ruinen der Barackenlager, durch die Begegnung mit den Zeugen der Vergangenheit, werden in dem alten Mann die Kriegsjahre und die Zeit danach wieder lebendig. Und endlich findet er Worte für das, was sein Leben damals für immer verändert hatte. Mit jeder Erinnerung, mit jedem Gespräch kommt Martin seinem Großvater näher, und langsam beginnt er die Brüche zu begreifen, die sich durch seine Familie ziehen. Er erkennt, wie sehr die Vergangenheit auch sein Leben geprägt hat und sieht seine eigene familiäre Situation in einem neuen Licht.

Ein vielschichtiger Roman über die tiefen Spuren, die der Krieg bis heute in vielen Familien hinterlassen hat.

Tipp von Renate Natterer

Ullstein Verlag  978-3-550-08185-9  22,-€

Bitte reservieren Sie dieses Buch für mich —->buecher@buchhandlung-natterer.de

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„Heiße Milch“

Deborah Levy

Heiße Milch

Die psychologisch faszinierende Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung
Eine junge Frau begleitet ihre Mutter nach Spanien, wo diese in einer Spezialklinik behandelt werden soll, da die Beine ihr den Dienst versagen. Doch ist das Leiden der Mutter wirklich physischer Natur, oder versucht sie, ihre Tochter an sich zu binden?

Dr. Gomez gilt als Koryphäe, deshalb reisen die beiden Engländerinnen nach Andalusien, wo sich Rose in Behandlung begibt. Sofia, deren griechischer Vater die Familie vor Jahren verließ, versucht zu ergründen, woran ihre Mutter erkrankt ist und wo sie selbst steht. Beim Schwimmen im Meer, das voller Medusen ist, in Gesprächen mit Dr. Gomez oder dessen Tochter wird ihr immer klarer, dass sie sich von ihrer Mutter befreien muss. Als sie die Deutsche Ingrid kennenlernt, die selbstbewusst und unkonventionell ihr Leben lebt, trifft Sofia Entscheidungen.

Kiepenheuer&Witsch Verlag   978-3-462-04977-0   20,-€

Tipp von Petra Balke-Besser

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„Kind ohne Namen“

Christoph Poschenrieder

Kind ohne NamenNach einem Jahr an der Universität kommt Xenia in ihr Heimatdorf zurück.

Sie ist schwanger, doch niemand soll das wissen. Als ein Dutzend Fremde in der Schule einquartiert wird, gerät das Dorf in Aufruhr.

Um den Frieden wiederherzustellen, lässt sich Xenias Mutter auf einen verhängnisvollen Handel mit dem gefürchteten Burgherrn ein. Was sie nicht weiß: Sie gefährdet damit das ungeborene Kind.

Tipp von Ingrid Kapahnke

Diogenes Verlag  978-3-257-07000-2  22,-€

Legen Sie mir das Buch bitte zur Seite! —>buecher@buchhandlung-natterer.de

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„Der Zopf“

Laetitia Colombani

Der ZopfDrei Frauen, drei Leben, drei Kontinente – dieselbe Sehnsucht nach Freiheit

Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein.

In Indien setzt Smita alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt.

In Sizilien entdeckt Giulia nach dem Unfall ihres Vaters, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, ruiniert ist.

Und in Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah Partnerin der Kanzlei werden, da erfährt sie von ihrer schweren Erkrankung.
Ergreifend und kunstvoll flicht Laetitia Colombani aus den drei außergewöhnlichen Geschichten einen prachtvollen Zopf.

Tipp von Hildegard Frey

Fischer Verlag  978-3-10-397351-8  20,-€

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Krimitipp „Mordkap“

Rainer Doh

MordkapRätselhafte Todesfälle auf einem Schiff der norwegischen Hurtigruten
Temperaturen von minus 20 Grad: Die Kriminalpolizei aus Tromsø kommt nicht durch nach Skjervøy, dem nächsten Halt des Kreuzfahrtschiffs Midnatsol der Hurtigruten. Offenbar hat auf dem Schiff ein deutscher Tourist Selbstmord begangen.

Arne Jakobson, ein gewöhnlicher Polizist, übernimmt die Ermittlung. Schon bald ringt ein weiterer Passagier an Bord um sein Leben, und andere Mächte kommen ins Spiel: der amerikanische, russische und deutsche Geheimdienst …

Krimi-Tipp von Margret Engst

Aufbau Verlag  978-3-7466-3336-7   9,99€

Das will ich lesen! Bitte reservieren–>buecher@buchhandlung-natterer.de

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Allgäuer Literaturfestival 2018 – Iris Radisch in Wangen

Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben

Jean-Paul Sartre hat einst eine ganze Generation in Europa politisch geprägt. Michel Houellebecq beschreibt inzwischen Frankreich als Land in der Krise. Die französische Literatur der Nachkriegszeit war stets Programm, mal existenzialistisch, mal politisch, immer verführerisch. Iris Radisch begibt sich auf einen Streifzug durch die neuere französische Literatur und stellt die wichtigsten Autoren vor. Die bekannte Literaturkritikerin lässt sich von ihren eigenen Treffen mit den Autoren leiten und liefert einen einfühlsamen Überblick über die Welt von Sartre und Duras bis zu Patrick Modiano, Yasmina Reza und Houellebecq. Das Buch ist ein persönlicher Kanon der bedeutendsten Schriftsteller Frankreichs und richtet sich an alle, für die das Land schon immer der kulturelle und literarische Sehnsuchtsort war.

IRIS RADISCH, geboren 1959, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und Tübingen. Tätig als Literaturkritikerin; seit 1990 Literaturredakteurin der Zeit, seit 2013 dort Leiterin des Feuilletons.

Am Mittwoch, dem 16.5.2018 in der

Stadtbücherei im Kornhaus
Postplatz 1
88239 Wangen im Allgäu
info@buecherei-wangen.de
Tel 07522 74120

Kartenbüro Altusried
Hauptstraße 18
Telefon 08373 922 00
kb@altusried.de

 

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„Waldes Dunkel“

Nicole Krauss

Jules Epstein, 68, einst Beweger und politischer Macher mit übergroßem Ego, gerät nach der Scheidung von seiner langjährigen Frau aus dem Tritt. Zum Schrecken seiner Kinder verschenkt er den größten Teil seines Vermögens und möchte den Rest in eine Stiftung zum Gedenken an seine verstorbenen Eltern stecken. Im Flieger nach Israel lernt er einen Rabbiner kennen, der ein Treffen sämtlicher lebender Abkömmlinge von König David plant und darauf besteht, Epstein gehöre zu dieser traditionsreichen dynastischen Linie…

Die junge Autorin Nicole aus Brooklyn lässt nach einer Epiphanie in der Küche, bei der sie sich nur noch als nutzloses Staubkorn im Multiversum sieht, ihre Familie zurück und flieht ins Hilton von Tel Aviv in der Hoffnung, sich wiederzufinden…

Tipp von Petra Balke-Besser

Rowohlt Verlag   978-3-498-03576-1   24,-€

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Sachbuch-Tipp „Federnlesen“

Johanna Romberg

Vom Glück, Vögel zu beobachten…

Federnlesen - Johanna Romberg - HardcoverDie Sehnsucht nach blauen Federn, die Bewunderung für frostfeste Rotkehlchen, das sinnliche Vergnügen, aus einer Wolke von Zwitscherlauten einzelne Arten herauszuhören: Ein Jahr begleiten wir die preisgekrönte Journalistin und Hobby-Ornithologin Johanna Romberg dabei, wie sie die Welt unserer heimischen Vögel erkundet. Dabei vermittelt sie uns Wissenswertes über die Genies der Lüfte und bringt uns die Magie des Beobachtens näher. Wer das Buch liest, sieht die Welt plötzlich mit anderen Augen: Er erlebt den Moment der Freude, wenn man einen Vogel benennen kann, macht die Erfahrung, dass die eigenen Sinne mit jeder Beobachtung schärfer – und er selbst bewusster und glücklicher wird.

Sachbuch-Tipp von Margret Engst

Lübbe Verlag   978-3-431-04088-3  24,-€

Oh, das klingt interessant! Bitte reservieren! —>buecher@buchhandlung-natterer.de

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Lesetipp März 2018 „Wenn Martha tanzt“

Tom Saller

Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit am Bauhaus!

Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar – ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und sie in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert – für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur …

Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter bei Sotheby’s versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern…

Tipp von Renate Natterer

List Verlag   978-3-471-35167-3   20,-€

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„Suleika öffnet die Augen“

Gusel Jachina

Suleika öffnet die AugenEine Frau in der Hölle Sibiriens…

Suleika ist eine tatarische Bäuerin, ungebildet und abergläubisch.

Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes, der sie wie Vieh hält. Nach seiner Ermordung wird sie von einem Trupp Bolschewiki in ein Lager in der sibirischen Taiga verschleppt.

Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, durch das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten.

Tipp von Ingrid Kapahnke

Aufbau Verlag   978-3-351-03670-6   22,95€

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