Der Retter der Mütter von Péter Gàrdos

Empfehlung von Anna Zehetmeier

„Dieses Buch hat mich vollkommen gepackt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Obwohl man grob weiß, worum es geht und wie die Geschichte ausgehen wird, entfaltet sich hier eine Spannung, die mich Seite um Seite weitergezogen hat. Péter Gárdos erzählt das Leben von Ignaz Semmelweis nicht als trockene historische Biografie, sondern als zutiefst menschliches Drama. Der Kampf um Erkenntnis, um Wahrheit und letztlich um Menschlichkeit steht im Mittelpunkt – und er wird mit einer Intensität geschildert, die unter die Haut geht. Man leidet mit, man verzweifelt mit, und man ärgert sich über die Ignoranz und Arroganz eines Systems, das Leben hätte retten können, es aber nicht wollte. Besonders beeindruckt hat mich, wie nah der Roman seinem Protagonisten kommt. Semmelweis erscheint nicht als unfehlbarer Held, sondern als getriebener, unbequemer, manchmal auch schwieriger Mensch – gerade dadurch aber so glaubwürdig. Dass jemand, der unzähligen Frauen das Leben rettete, selbst so erbittert bekämpft wurde, macht diese Geschichte kaum erträglich und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Ein mitreißender, bewegender Roman über Fortschritt, Widerstand und den hohen Preis der Wahrheit. Ein Buch, das lange nachwirkt.“

Vom Buchrücken: Ein Leben im Kampf für das Leben. Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben rettete. Péter Gárdos wollte einen Film über diesen faszinierenden Mann drehen, doch dieses Unterfangen wurde ihm in seiner Heimat Ungarn untersagt. So schrieb Gárdos diesen Roman, der erstmals die faszinierende Lebensgeschichte eines genialen Mannes erzählt, der zahllosen Müttern das Leben rettete und dabei selbst wie ein Teufel bekämpft wurde. Ein einzigartiges, mitreißendes und bewegendes Buch, das eine ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte erzählt.

ISBN: 978-3-455-02028-1

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