Unsere Buchempfehlungen im Juni 2026

Der Sommer ist da – und mit ihm jede Menge Lesestoff für entspannte Stunden, unterwegs auf Reisen oder einfach für eine kleine Auszeit vom Alltag. Auch in diesem Monat haben wir wieder eine bunte Mischung aus berührenden Romanen, spannenden Geschichten, historischen Stoffen, Kinderbüchern und besonderen Entdeckungen für Sie zusammengestellt.

Und falls Ihnen „Mit anderen Augen“ oder „Gern gesehene Gäste“ bekannt vorkommen: Das ist durchaus beabsichtigt. Beide Titel wurden bereits im vergangenen Monat empfohlen – dieses Mal jedoch von der jeweils anderen Kollegin. Manche Bücher verdienen eben mehr als eine Empfehlung. Viel Freude beim Stöbern und Entdecken!

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Johannifeuer von Susanne Betz

Empfehlung von Renate Natterer

„“Johannifeuer“ ist die eindrucksvolle Fortsetzung von „Heumahd“ der promovierten Historikerin Susanne Betz. Mit viel Feingefühl und historischem Wissen erzählt sie eine authentische „Heimatgeschichte“, die das harte und entbehrungsreiche Leben der Bauern Ende des 19. Jahrhunderts lebendig werden lässt. Dabei verbindet der Roman familiäre Schicksale, gesellschaftliche Veränderungen und historische Entwicklungen auf berührende Weise.Im Mittelpunkt steht Vroni, die inzwischen ihren zweiten Mann geheiratet hat – den Sohn des reichsten Bauern im Ort. Trotz des Wohlstands bleibt ihr Leben geprägt von harter Arbeit, Verantwortung und den Erwartungen der damaligen Zeit. Mit ihrer Schwiegermutter verbindet sie ein enges und vertrauensvolles Verhältnis, und gemeinsam reisen die beiden nach München. Dort trennen sich ihre Wege für einige Zeit. Während die Schwiegermutter neugierig die technischen Neuerungen der Zeit bestaunt und das erste Automobil von Benz bewundert, macht Vroni eine Begegnung, die vieles in ihrem Leben verändert und lange verdrängte Wünsche und Sehnsüchte wieder wachruft. „Johannifeuer“ ist ein atmosphärischer und eindringlicher Roman über Heimat, Verlust, Liebe und den Wandel einer ganzen Epoche. Besonders die glaubwürdigen Figuren und die detailreiche Schilderung des bäuerlichen Lebens machen das Buch zu einer lesenswerten historischen Familiengeschichte.“

Vom Buchrücken: WENN MAN AUF DEM GEISSSCHÄDEL LEBTE, HATTE MAN DEN BERG ALS LEBENSBEGLEITER. Bayern schaukelt in der Prinzregentenzeit Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Beschaulichkeit und Fortschrittsoptimismus. Sommerfrischler entdecken das ärmliche Werdenfelser Land und finden es romantisch. Die junge Bergbäuerin Vroni Grasegger hingegen ist völlig unsentimental. Die Jahre mit ihrem ersten Mann haben sie hart gemacht. Dass ihr zweiter Mann Anton Käfer beobachtet, tut sie als Zeitverschwendung ab. Sie selbst schuftet bis zum Umfallen. Der Berg ist ihr stummer Zeuge. Als ihre exzentrische Schwiegermutter sie zur ersten Zugfahrt ihres Lebens einlädt, kommt es in der teils lärmigen, teils mondänen Residenzstadt München zu einer folgenschweren Begegnung. Nach ihrer Rückkehr ragt das Karwendelmassiv unverändert schroff in den Himmel, aber Vronis Blick ist ein anderer. Und als in der Johanninacht die Feuer brennen, erfährt Vroni ein Wunder – doch dafür zahlt sie einen hohen Preis.

ISBN: 978-3-570-10538-2

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Sprechen von Daniela Dröscher

Empfehlung von Margret Engst

„Unsere umfangreiche Sprache und die Möglichkeit, auf verschiedenen Ebenen miteinander zu kommunizieren, unterscheiden uns Menschen von allen anderen Lebewesen. Sprache formt uns und beeinflusst unser Leben sehr stark. Genau davon erzählt Daniela Dröscher. Ihre Kindheit und Jugend, ihr Erwachsenwerden und vor allem ihr Studium und Berufsleben werden von Sprache und Dialekt, vom Sprechen und Nichtsprechen geprägt. Dass sie den pfälzischen Dialekt „erlernt“ hat, um als Kind kein Außenseiter zu sein, hat mich besonders beeindruckt. Ihr Hineinwachsen in Sprache und Sprechen hat mir viele Einsichten und Anregungen gegeben. In der heutigen Zeit ist das ein sehr wichtiges Buch. Mich hat es sofort gepackt, und ich habe es in zwei Tagen gelesen. Toll!“

Vom Buchrücken: »Gerade weil mein Vertrauen in das Sprechen hart erkämpft ist, empfinde ich Sprache als ein kostbares und verlässliches Gut. Nur kommt es darauf an, dieses Gut auch so einzusetzen, dass es uns verbindet, nicht trennt.« Eine Geschichte der Selbstermächtigung – von einer schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau und ein Essay über die Frage, wie wir sprechen sollten, um einander wirklich zu verstehen.

ISBN: 978-3-446-28585-9

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Die Wanderbücherei von Thomas Montasser

Empfehlung von Anna Zehetmeier

„Thomas Montasser hat mit „Die Wanderbücherei“ einen unglaublich berührenden und poetischen Roman geschrieben – eine Liebesgeschichte, eine Hommage an die Literatur und zugleich bewegende Zeitgeschichte. Besonders faszinierend fand ich die historische Wanderbücherei, einen Tramwagen, der tatsächlich als fahrende Bibliothek durch München unterwegs war. Vor diesem Hintergrund erzählt der Autor die Geschichte von Vera und Hans, die sich 1937 kennenlernen und ihre Liebe heimlich leben müssen. Ihre Botschaften verstecken sie in Büchern verbotener Autoren wie Thomas Mann, Erich Kästner oder Kurt Tucholsky. Gerade diese Idee fand ich wunderschön und bewegend. Bücher werden hier zu Hoffnung, Trost und einem stillen Zeichen von Widerstand. Auch der Gegenwartsstrang rund um die Restauratorin Sophie hat mir sehr gefallen. Nach und nach entdeckt sie die alte Liebesgeschichte und verbindet so Vergangenheit und Gegenwart auf emotionale Weise. Der Roman ist atmosphärisch, warmherzig und voller Liebe zu Büchern. Gleichzeitig erzählt er von Mut, Zivilcourage und der Bedeutung von Literatur in dunklen Zeiten. Mich hat die Geschichte sehr berührt. „Die Wanderbücherei“ ist ein wunderschöner Roman, der lange nachhallt und gerade heute besonders wichtig wirkt.“

Vom Buchrücken: EINE GROSSE HEIMLICHE LIEBE. UND DIE MACHT DER FANTASIE. Im weiß-blauen Tramwagen, der als Wanderbücherei durch München fährt, lernen Vera und Hans sich kennen – und verlieben sich. Aber als »Halbjüdin« muss Vera jetzt, 1937, alles daransetzen, nicht aufzufallen. Das gilt auch für den Sozialisten Hans. Die beiden verstecken verschlüsselte Botschaften füreinander in den Büchern verfemter Autoren. Thomas Mann, Kästner, Tucholsky: als Leihbücher werden sie für Vera und Hans zum heimlichen Überlebensmittel. Bis Hans nicht mehr in die Wanderbücherei kommt… Heute: In einem alten Tramwagen stößt die Restauratorin Sophie auf verblichene Ausleihkarten – und entdeckt den geheimen Code einer großen Liebe. Lesen als Überlebensmittel: eine Feier der Bücher und der Zivilcourage.

ISBN: 978-3-7587-0005-7

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Schlagworte, die Geschichte machen von Bruno Preisendörfer

Empfehlung von Margret Engst

„Jeder kennt die Schlagworte und jeder interpretiert sie anders. Was wirklich dahinter steckt, die Zeitgeschichte drum herum, was Zeitgenossen dazu sagen und auch, wie sie die Nachkriegsgeschichte der BRD beeinflusst haben – all das wird in diesem Buch interessant, unterhaltsam und spannend erzählt. Oder wussten Sie, dass Willy Brandt sein „Mehr Demokratie wagen“ gar nicht an die Bürger, sondern an die Parlamentarier gerichtet hat? Schlagworte, die man oft benutzt, werden hier hinterfragt und erklärt. Zeitgeschichte und Politik werden in ganz andere Zusammenhänge gestellt. Jeder kann seine Kenntnisse über die Nachkriegszeit auffrischen oder korrigieren. Ein sehr lesenswertes Buch – interessant und trotzdem unterhaltsam.“

Vom Buchrücken: „Wirtschaftswunder“, „Wohlstand für alle“, „Blühende Landschaften“, „Wir schaffen das“ und „Zeitenwende“ – wie Parolen Politik machen. Bruno Preisendörfer erzählt 80 Jahre deutsche Geschichte neu. Ob Rentenfrage, Migration, Klimawandel oder Frauenfußball: Mit klugem Witz und erzählerischem Gespür zeigt er, wie die Parolen und Entscheidungen von gestern die Realität von heute formen.

ISBN: 978-3-86971-292-5 

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Die Briefträgerin von Francesca Giannone

Empfehlung von Barbara Stampfel

„Anna, eine selbstbewusste Frau, bringt frischen Wind in das kleine italienische Dorf Lizzanello. Über 20 Jahre lang arbeitet sie als Briefträgerin, zuerst trägt sie die Post zu Fuß, später mit dem Fahrrad aus! In dem Buch wird über Liebe, Familiengeheimnisse und heimliche Affären erzählt. Ein schöner Roman, der flüssig zu lesen ist.“

Vom Buchrücken: Süditalien, 1934: Anna, eine selbstbewusste junge Frau aus dem Norden, zieht nach der Hochzeit in das Heimatdorf ihres Mannes nach Apulien. Dort wird sie zur ersten Briefträgerin und bringt frischen Wind in den winzigen Ort. Doch genau das ist für viele ein Skandal …

ISBN: 978-3-442-77615-3

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Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte von Glen Dixon

Empfehlung von Margret Engst

„Smarthome und smarte Haushaltsgeräte kennen wir mittlerweile, aber Haushaltsgeräte, die sich Sorgen um „ihre Menschen“ machen, gibt es noch nicht. Trotzdem ist dies kein Science-Fiction-Roman. Sehr subtil werden die Menschen von den Geräten begleitet und überwacht. Harold hat das Glück, dass seine Haushaltsgeräte sich trotz ihrer Programmierung fast menschliche Gedanken machen und sich um ihn sorgen. Nach dem Tod seiner Frau wollen sie ihm sogar helfen. Besonders das jüngste Gerät, ein kleiner Saugroboter, der sich selbstständig durchs Haus bewegt, will das Geschehen nicht einfach so hinnehmen. Ein liebenswerter, berührender Roman über Verlust, Hoffnung und die große Frage, was uns eigentlich menschlich macht.“

Vom Buchrücken: EIN KLEINER STAUBSAUGER EROBERT DIE HERZEN. In einem Smarthome in nicht allzu weit entfernter Zukunft geht ein kleines Gerät seiner liebsten Tätigkeit nach: Scout, ein Staubsaugerroboter, hört gern zu, wenn sein Besitzer Harold seiner Frau vorliest. Als Harold von einem Verlust erschüttert wird, machen es sich Scout und die anderen Haushaltsgeräte zur Aufgabe, ihrem Menschen zu helfen. Zusammen mit dem Nachbarsjungen Adrian begeben sie sich auf eine abenteuerliche Mission, um nichts weniger als die Welt zu retten, die sie lieben. Ein liebenswerter, berührender Roman über Verlust, Hoffnung und die große Frage, was uns eigentlich menschlich macht.

ISBN: 978-3-446-28486-9

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Red Flags von Sophie Joe

Empfehlung von Laura Dzemila

„Das Dating Leben von Poppy und Cam wird sowohl frustrierend aber vor allem mit einer großen Portion Humor beschrieben. Beide Charaktere sind alles andere als einfach was das Thema Dating angeht. Unter anderem hat Poppy eine genaue Liste, wie ihr perfekter Mann sein soll und weicht nicht von dieser ab.Poppy kann wirklich als tolles Vorbild gesehen werden, da sie weiß was sie will und auch für ihre Werte einsteht, zu welchen beispielsweise auch der Feminismus zählt. Der allgegenwärtig Humor passt hierbei perfekt in das Geschehen und zu den Charakteren. Der leichte und lockere Schreibstil ermöglicht einen schnell Einstieg in das Geschehen.“

Vom Buchrücken: Poppy weiß ganz genau, was sie in einer Beziehung will – und was nicht. Beim ersten Anschein einer Red Flag sucht sie lieber das Weite. Cam geht es genauso. Als die beiden sich kennenlernen, fordern ihre Freunde sie auf, dem anderen eine ernsthafte Chance zu geben. Die Challenge: nicht gleich Schluss machen. Beim ersten Date sind sich Poppy und Cam sicher, dass sie nicht zueinander passen. Doch keiner will die Wette verlieren. Und vielleicht kann man sein Perfect Match auch auf den zweiten Blick finden. EINE SCHARFSINNIGE ENEMIES-TO-LOVERS-ROMCOM FÜR ALLE, DIE AN LIEBE AUF DEN ZWEITEN BLICK GLAUBEN.

ISBN: 978-3-458-64539-9

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Hotel Celentano von Eric Pfeil

Empfehlung von Anna Zehetmeier

„Eric Pfeil schafft es mit „Hotel Celentano“, sofort Italiensehnsucht auszulösen. Am liebsten möchte man direkt losfahren, italienische Musik aufdrehen und das Land selbst entdecken. Dabei bereist der Autor nicht die bekannten Touristen-Hotspots, sondern folgt den Spuren von Musik, Film und Popkultur – genau das macht das Buch so besonders. Besonders gefallen hat mir die persönliche Art des Erzählens. Neben faszinierenden Orten beschreibt Eric Pfeil auch Begegnungen, Gedanken und die kleinen Katastrophen unterwegs. Zahnschmerzen, Fieber und Pannen gehören genauso dazu wie unvergessliche Sommerabende und gutes Essen. Dabei ist das Buch oft herrlich witzig, vor allem wenn die trockenen Kommentare seiner Frau seine romantische Italienverklärung charmant erden. Man spürt auf jeder Seite die Liebe zu Italien mit all seinen Eigenheiten, seinem Chaos und seiner Schönheit. „Hotel Celentano“ macht Lust auf italienische Musik, auf Reisen und darauf, die weniger bekannten Seiten Italiens zu entdecken.“

Vom Buchrücken: Wo drehte Adriano Celentano seine Filme? Wo verbrachte Marcello Mastroianni seinen Urlaub? In welchem Strandclub gab Mina ihr Abschiedskonzert? Und was ist heute an diesen Orten los? Ein Trip ins wild pochende Herz Italiens. Und das hochkomische Protokoll eines Schwärmers, der nach grandezza sucht und oft den Sonnenbrand findet.

ISBN: 978-3-462-01313-9

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Time Travellers. Pizza, Pasta und Probleme von Stephanie Gessner

Empfohlen von Constanze

„Eigentlich wollten die Kinder der 6G nach ihrem Abenteuer in Australien endlich wieder nach Hause nach Mainz zurückkehren. Doch stattdessen landen sie mit ihrem Bus, dem „Silbernen Kometen“, auf Sizilien. Ehrlich gesagt finde ich, dass es viel schlimmere Orte gibt, an denen man stranden könnte. Die Klasse erlebt jede Menge Abenteuer, bekommt einen supersüßen tierischen Begleiter und reist sogar versehentlich in die Vergangenheit. Dort treffen die Kinder auf eine berühmte Persönlichkeit. Gleichzeitig sind die gefährlichen Chrononauts ihnen weiterhin dicht auf den Fersen. Besonders toll finde ich, dass jede Figur ihre eigenen Stärken und Probleme hat. Dadurch wirkt die Klasse richtig echt. Das Buch habe ich im Urlaub gelesen, als ich selbst in Italien war. Ich war zwar nicht auf Sizilien, sondern in Neapel, aber trotzdem fand ich es cool, gemeinsam mit der 6G durch Italien zu reisen. So hatte ich gleich doppelt Italien-Feeling! Das Ende macht so neugierig, dass ich am liebsten sofort mit dem nächsten Band weiterlesen würde.“

Vom Buchrücken: Geglückter Rücksprung? Fehlanzeige… Verflixte Sukkulente! Statt wie geplant zurück in Deutschland, landet die 6G auf Sizilien – aber ist das wirklich so schlimm? Eigentlich nicht, finden alle und beschließen, es sich in Italien gutgehen zu lassen. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse und die Klasse wird durch einen unfreiwilligen Zeitsprung in die Vergangenheit zurückgeworfen. Und nicht nur das, auch in der Gegenwart werden sie weiter von den skrupellosen Chrononauts verfolgt, denen jedes Mittel recht ist, um zu erfahren, wie die 6G durch die Zeit reisen kann…

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