Moosland von Katrin Zipse

Empfohlen von Katharina von Glasenapp

„Ende der 1940er Jahre gingen rund 300 deutsche Mädchen nach Island, um dort zu arbeiten, manche sind auch dort geblieben und haben geheiratet. Katrin Zipses „Moosland“ erzählt von Elsa, ihrer Ankunft auf einem einsam gelegenen Hof: schwierig ist es zunächst für sie, zumal die Kommunikation mit den Bauersleuten, ihren zwei Söhnen und dem Knecht nur mit Zeichensprache und Blicken funktioniert. Nur langsam öffnet sie sich für die fremde Welt, für die Abläufe von Arbeit im Haus, im Garten und mit den Tieren. Und über die Sprache findet sie schließlich auch zu den Menschen. Die großartige, wechselvolle, isländische Natur mit ihren archaischen Kräften und Zyklen hat die Menschen geprägt. Auch davon erzählt dieses Buch, das eine große Sogkraft entwickelt: eindringlich, ein bisschen herb, aber sehr nah dran an seinen Figuren.“

Vom Buchrücken: ZWISCHEN GRASSODENHAUS, LEUCHTENDEN WIESEN UND ENDLOSEM MEER 1949: Elsa schweigt. Sie ist nach Island gekommen, nicht um zu bleiben, sondern um zu arbeiten – wie knapp dreihundert andere junge Frauen aus Deutschland auch. Auf dem abgelegenen Hof kann sie sich mit der Bauernfamilie nicht verständigen, doch langsam begreift sie die Rhythmen dieses neuen Zusammenlebens, dem sie sich bald nicht mehr entziehen kann. Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es heißt, zu einer neuen Sprache zu finden.

ISBN: 978-3-7558-0071-2

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