Empfehlung von Anna Zehetmeier
„Mich hat „Die Buchhandlung der Exilanten“ von der ersten Seite an begeistert. Natürlich kannte ich Namen wie James Joyce, Ernest Hemingway oder Walter Benjamin. Wie eng ihre Lebenswege jedoch mit den beiden außergewöhnlichen Buchhändlerinnen Sylvia Beach und Adrienne Monnier verbunden waren, war mir nicht bewusst. Uwe Neumahr zeigt eindrucksvoll, dass Buchhandlungen damals weit mehr waren als Orte des Bücherverkaufs – sie waren Treffpunkte, Zufluchtsorte und manchmal sogar Rettungsanker. Besonders beeindruckt hat mich die hervorragende Recherche. Trotz der Vielzahl an historischen Persönlichkeiten und Ereignissen verliert sich das Buch nie in trockenen Fakten, sondern erzählt bewegende Geschichten über Mut, Freundschaft, Literatur und Menschlichkeit. Gerade die Schicksale der deutsch-jüdischen Exilanten haben mich sehr berührt. Als Buchhändlerin habe ich dieses Buch mit besonderem Interesse gelesen. Für mich ist „Die Buchhandlung der Exilanten“ weit mehr als ein historisches Sachbuch. Es ist eine Liebeserklärung an die Literatur, an unabhängige Buchhandlungen und an zwei Frauen, die in einer der dunkelsten Zeiten Europas Haltung bewiesen haben. Ein kluges, bewegendes und absolut lesenswertes Buch.“
Vom Buchrücken: Sie sind literarische Legenden. Adrienne Monnier und Sylvia Beach haben mit ihren benachbarten Buchhandlungen über Jahrzehnte das literarische Paris geprägt. Doch 1940, mit der deutschen Besatzung, ändert sich auch für sie alles. Aus der literarischen Oase im Herzen der Stadt wird ein Zufluchtsort für deutsch-jüdische Exilanten und ein Ort des Widerstands. Uwe Neumahr erzählt in seinem bewegenden Buch die Geschichte dieses großen Paares und ihrer Freunde.
ISBN: 978-3-406-84494-2

