Freitags um fünf von Thomas Montasser

Empfehlung von Margret Engst

„Der Bundeskanzler, nicht Friedrich Merz sondern Ernst Meister, trifft zufällig neben dem Kanzleramt die zehnjährige Emma und spielt mit ihr  Murmeln. Und sie verabreden sich für den nächsten Tag. durch Emma  bekommt der Bundeskanzler eine ganz neue Sicht auf die Welt, das Regieren und die Politik. Aber auch Emma hat ein Geheimnis. Eine berührende und witzige Freundschaftsgeschichte. Ein kleiner Roman über die großen Fragen des Lebens und ein Plädoyer für mehr Miteinander.“

Vom Buchrücken: EINE BERÜHRENDE FREUNDSCHAFTS-GESCHICHTE ZWISCHEN EINER ZEHNJÄHRIGEN UND DEM BUNDESKANZLER. Es ist purer Zufall, dass Bundeskanzler Ernst Meister Bekanntschaft mit der zehnjährigen Emma macht. Denn Meister verläuft sich im Bundeskanzleramt, und nach diversen Irrwegen steht er plötzlich draußen. Dort hockt ein Mädchen und spielt mit Murmeln. Als Meister kurz darauf ins Krankenhaus muss, bekommt er neben zahlreichen Genesungswünschen auch eine Karte, auf der in kindlicher Handschrift «Freitag um 5» steht, neben einer mit Klebestreifen fixierten Murmel. Von nun an sorgt der Kanzler dafür, dass er freitags um fünf ein paar Minuten Zeit für Emma hat. Denn wenn man im Kanzleramt arbeitet, kann es vorkommen, dass man den Blick für das Wesentliche verliert. Und wenn man die Welt mit Kinderaugen sieht, kann es passieren, dass man ebendiese Dinge wiederentdeckt. Ein kleiner Roman über die großen Fragen des Lebens und ein Plädoyer für mehr Miteinander.

ISBN: 978-3-8052-0125-4

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Wenn die Blätter wieder tanzen von Thérèse Lambert

Empfehlung von Anna Zehetmeier

„Dieses Buch hat mich tief berührt, weil es auf wahren Ereignissen basiert: Ruth, die tatsächlich gelebt hat, ist Teil der Berliner Widerstandsgruppe „Onkel Emil“. Lambert erzählt ihre Geschichte als Roman, bleibt dabei aber historisch präzise – mit Personenverzeichnis und sorgfältig recherchierten Details. Besonders beeindruckt hat mich, wie Ruth als Mutter handelt. Sie übernimmt Verantwortung nicht nur für ihre Tochter, sondern auch für andere Menschen, die sie schützt, und zeigt dabei unglaublichen Mut, obwohl sie selbst in ständiger Gefahr ist. Die Darstellung ihrer Fürsorge, ihrer inneren Stärke und ihrer Entscheidungsfreude hat bei mir großen Eindruck hinterlassen. Thérèse Lambert gelingt es, die historische Realität lebendig zu machen, ohne die Figuren zu verklären. Die Mischung aus Romanhandlung und wahren Ereignissen fesselt, man fiebert mit Ruth mit und spürt zugleich die Ernsthaftigkeit der Situation. Für mich ist „Wenn die Blätter wieder tanzen“ ein bewegender, lehrreicher Roman über Mut, Verantwortung und Solidarität. Er zeigt, wie wichtig menschliche Bindungen und entschlossenes Handeln auch in den dunkelsten Zeiten sein können.“

Vom Buchrücken: Im Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus ist Neinsagen lebensgefährlich. Aber Ruth schreibt es nachts an die Wände der Stadt. Nein. Die junge Frau ist gegen das Regime, versteckt mit ihrer Widerstandsgruppe jüdische Freunde, klaut Lebensmittelmarken, verbreitet Flugblätter – auch das letzte der Weißen Rose. Tochter Karin ist immer an ihrer Seite und wahrt zugleich tapfer die unschuldige Fassade nach außen. Doch als sie zu bröckeln droht, muss Ruth erfahren, was es heißt, nicht nur als Frau im Widerstand zu sein – sondern auch als Mutter … 

ISBN: 978-3-7466-3995-6

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Essen von Alina Bronsky

Empfehlung von Margret Engst

„Gerichte, die Erinnerungen wecken! Jeder von uns kennt Gerichte, die an bestimmte Men-schen, Ereignisse oder Zeiten geknüpft sind. So auch bei Alina Bronsky. Manches Essen schmeckt nach Heimat, neue und alte, nach Liebe und Fürsorge, nach Hemmungslosigkeit. Sie erzählt sehr anschaulich, spricht den Leser persönlich an und hat auch die Rezepte aufgeschrieben. Ein wunderbares kulinarisches Lesevergnügen, oft komisch, manchmal auch melancholisch.“

Vom Buchrücken: Der Geschmack, der Duft, manchmal schon die Erwähnung einer Speise kann einen Menschen in die schönsten oder in die schlimmsten Stunden seines Lebens katapultieren.“ Jeder könnte ein Buch über Essen schreiben, das genauso einzigartig wäre, wie sein Fingerabdruck, sagt Alina Bronsky, und dies ist ihres: Eine höchst subjektive Erzählung über die wichtigsten Gerichte, Getränke, Mahlzeiten ihres Lebens.

ISBN: 978-3-446-28152-3

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Aspergers Schüler von Laura Baldini

Empfohlen von Anna Zehetmeier

„Mit viel Einfühlungsvermögen und historischem Feingespür erzählt Laura Baldini in „Aspergers Schüler“ die faszinierende Geschichte des jungen Wiener Kinderarztes Hans Asperger. In einer Zeit, in der Anderssein häufig als Makel galt, setzt er sich mit großer Hingabe für Kinder ein, die nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen – und legt damit den Grundstein für das, was wir heute als Asperger-Syndrom kennen. Laura Baldini gelingt es, wissenschaftliche Themen verständlich und berührend zu erzählen. Sie zeigt Asperger nicht nur als Mediziner, sondern auch als Mensch, der in den Wirren des aufkommenden Nationalsozialismus zwischen seinen Überzeugungen und dem politischen Druck hin- und hergerissen ist. Die historischen Hintergründe verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe, ohne ihn zu beschweren. „Aspergers Schüler“ ist eine inspirierende Mischung aus biografischem Roman, Zeitgeschichte und psychologischem Feingefühl – ein Buch, das bewegt und nachwirkt.“

Vom Buchrücken: ZEIT DES UMBRUCHS, ZEIT DER DUNKELHEIT. Wien, 1932: Erich ist noch ein Junge, als er zu Dr. Hans Asperger an die Uniklinik Wien kommt. Er sieht die Welt nicht wie andere Kinder. Er kann hochkomplexe mathematische Probleme lösen, aber es fällt ihm schwer, seine Gefühle zu zeigen. Nach schrecklichen Jahren in einer Pflegefamilie erlebt er hier zum ersten Mal Zuneigung und Verständnis. Die Krankenschwester Viktorine schließt Aspergers kleinen Schüler ganz besonders ins Herz. Für sie bricht eine Welt zusammen, als die bahnbrechende Arbeit ihrer Abteilung vom NS-Regime vereinnahmt wird. Während Asperger sich mit den neuen Machthabern arrangiert, ist Viktorine entsetzt, als sie erfährt, was an der Klinik am Spiegelgrund vor sich geht. Für Erich wird es lebensgefährlich.

ISBN: 978-3-492-32270-6

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Unsere Buchempfehlungen im September

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Gefühlt gab es gerade wunderbare Buchempfehlungen im August und nun haben wir schon wieder 20 tolle Bücher für Sie vorgestellt. Es geht nach Italien, Irland, die USA, Frankreich, ins vergangene Ostpreußen, Hamburg und nach Bayern. Es gibt geschichtliches, spannendes, etwas zum Träumen und die berühmten drei ??? sind auf der Suche nach dem verschollenen Manuskript von Thomas Mann. Und das ist noch nicht alles… Da ist sicher für jeden etwas passendes dabei!

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Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke (1) von Anna Ruhe

Empfohlen von Constanze

„Ich habe das Buch total gern gelesen. Am Anfang war es ein bisschen geheimnisvoll, weil man nicht genau wusste, was mit der Duftapotheke passiert. Luzie ist mutig und schlau, und ich finde es toll, wie sie zusammen mit ihren Freunden Rätsel löst. Manchmal war es richtig spannend, so dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Mir hat besonders gefallen, dass die Düfte im Buch so lebendig beschrieben werden. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie es riecht, und manchmal hätte ich die Flakons am liebsten selbst ausprobiert. Es gibt auch ein paar Stellen, die ein bisschen gruselig sind, aber nicht so sehr, dass man Angst haben muss – eher so, dass man neugierig bleibt. Am Ende war ich traurig, dass das Buch schon vorbei war. Ich hoffe, dass es noch mehr Geschichten über Luzie gibt. Ich würde das Buch allen empfehlen, die spannende Abenteuer mögen und gern miträtseln.“

Vom Buchrücken: Es ist nicht leicht, ein Geheimnis zu hüten. Selbst, wenn es eines der zauberhaften und guten Sorte ist. Luzies Geheimnis ist die Duftapotheke – ein Erbe, das es in sich hat. Ein schillernder, bunter Ort voller magischer Flakons. Und zugleich ein Ort voller dunkler und gefährlicher Düfte, die es zu beschützen gilt. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn in der Duftapotheke gehen mysteriöse Dinge vor sich. Plötzlich taucht dort ein neuer, unbekannter Flakon auf, und jemand macht sich heimlich an der Destille zu schaffen. Alle Hinweise deuten in die Vergangenheit. Luzie und ihren Freunden bleibt keine andere Wahl: Sie müssen mit einem Zeitfenster ins Rom des 19. Jahrhunderts reisen. Und es beginnt eine atemberaubende Jagd durch Zeit und Duft!

ISBN: 978-3-401-60805-1

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Die Briefeschreiberin von Virginia Evans

Empfohlen von Margret Engst

„Ich liebe Brief- und Tagebuchromane! Und dieser hier ist wirklich wundervoll.
Die 73jährige Sybil van Antwerp blickt auf ein interessantes und erfülltes Leben zurück und hat auch noch viel vor. Jeden Tag schreibt sie einen Brief und bekommt auch Antwortbriefe. Und aus diesen Briefen setzten sich die einzelnen Erzählstränge zusammen. Voll geistreichem 
Humor und etwas ruppiger Herzlichekit berichtet sie von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten, von Liebe und Triumph. Und ganz langsam enthüllt sich das große Geheimnis ihres Lebens. Ein ebenso bewegenderder wie tiefgründiger Briefroman mit einer etwas kratzbürstigen Heldin und großen Themen. Spannend, anrührend, schön: Ich habe den Roman verschlungen.“

Vom Buchrücken: Fast jeden Morgen setzt sich Sybil von Antwerp – 73, Juristin im Ruhestand, stachelige Schale und doch viel Herzenswärme – an ihren Schreibtisch, greift zu Füller und Papier und schreibt Briefe. An Freunde und Verwandte, an Schriftsteller und Service-Mitarbeiter, an jeden, dem sie etwas zu sagen hat. Witzig und weise nimmt uns Sybil dabei mit auf ihre bewegende Lebensreise, erzählt von Glücksmomenten und Schicksalsschlägen, von Verlust und Liebe und vom Abenteuer des Älterwerdens. Und muss sich schließlich dem einen großen Geheimnis stellen, das sie für immer geprägt hat…

ISBN: 978-3-442-31784-4

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6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller

Empfohlen von Anna Zehetmeier

„“6 aus 49″ von Jacqueline Kornmüller hat mich sehr beeindruckt. Im Mittelpunkt steht das Leben von Lina, der Großmutter der Autorin. Man spürt beim Lesen, wie eng Jacqueline Kornmüller mit ihrer Geschichte verbunden ist und wie viel Respekt und Liebe in dieser Erzählung steckt. Lina wächst in bescheidenen Verhältnissen auf, arbeitet sich mit viel Kraft und Durchhaltevermögen durchs Leben und glaubt dabei immer fest an das Glück. Dieser Glaube findet seinen stärksten Ausdruck im Lottospiel, das sich wie ein roter Faden durch ihr Leben zieht und schließlich in einem Sechser gipfelt. Dieser Moment bekommt im Buch einen besonderen Glanz, weil er nicht nur Zufall, sondern auch Symbol für Linas unerschütterliche Hoffnung ist. Und trotzdem nicht ihr Leben auf den Kopf stellt. Für mich war das eine sehr bewegende, aber auch ermutigende Lektüre. Absolute Empfehlung.“

Vom Buchrücken: Jacqueline Kornmüller verwandelt die Erinnerung an ihre Großmutter in Literatur. Sie erzählt die Geschichte einer starken, unbeugsamen Frau, die das Glück selbst in die Hand nimmt und einfach nicht mehr loslässt.

ISBN: 978-3-86971-315-1

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Biarritz von Andrea Sawatzki

Empfehlung von Katharina von Glasenapp

„Ehrlich gesagt tue ich mir schwer damit, mir Gesichter und Namen von Schauspielerinnen und Schauspielern zu merken. Aber Andrea Sawatzki, die Schauspielerin mit der so wandlungsfähigen Stimme und den roten Haaren ist selbst mir ein Begriff und so war ich neugierig auf ihr Buch. Hatte sie in „Brunnenstraße“ die schwierige Beziehung zu ihrem Vater thematisiert, den sie, selbst noch ein Kind, in seiner Alzheimererkrankung begleiten musste, so schreibt sie jetzt über die Mutter: „Biarritz“ – es ist ein Sehnsuchtsort für die beiden Frauen, belegt mit schönen Erinnerungen an gemeinsame Urlaube – ist der Versuch, zu verstehen, Verletzungen aufzulösen, zu versöhnen. Denn auch die Beziehung zur Mutter war schwierig, zunehmend dement lebt sie in einem Pflegeheim. Hilfe bekommt die Erzählerin durch eine alte Freundin der Mutter, auch deren Beziehung hat einen Riss. Bei aller Komplexität der Themen, mit denen sich sicher viele Leserinnen identifizieren können, erzeugt Andrea Sawatzki in ihrem Buch große Sogkraft und Dichte.“

Vom Buchrücken: Als Kind liebte Hanna ihre Mutter. Noch heute bewundert sie sie dafür, in den Sechzigerjahren als alleinstehende Frau ihr Leben gemeistert zu haben. Inzwischen ist viel geschehen, und es gibt eine Menge Dinge, die Hanna ihrer Mutter nicht verzeihen kann. Bei ihren sonntäglichen Besuchen im Heim wird ihr nun eines immer klarer: Sie muss Frieden machen. Für sich und ihre Mutter. Einen Ausweg finden aus der beidseitigen Schuld und dem Bedürfnis nach Liebe. Ist Biarritz die Lösung?

ISBN: 978-3-492-07266-3

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Ja, nein, vielleicht. von Doris Knecht

Empfohlen von Ingrid Kapahnke

„Ja, nein, vielleicht Ein Zahn wackelt, das Alter kündigt sich auf eine nicht gerade subtile Art und Weise an. Eigentlich findet sie das Leben als Single auf dem Land perfekt, wäre nicht der eigene körperliche Verfall und die verstärkte Anhäufung an Mängeln an ihrem Häuschen zu erkennen. Sowohl in ihrer Familie als auch im Freundeskreis gibt es Veränderungen, nur sie liebt die Beständigkeit und ihre Unabhängigkeit… bis Friedrich, die Liebe ihrer Jugend ihr über den Weg läuft. Ich liebe den humorvollen, schnörkellosen Stil von Doris Knecht, wie sie ihre Romanfiguren durch den Alltag begleitet und den Leser mit der Normalität des Lebens fesselt.“

Vom Buchrücken: »Die Frage ist sowieso, ob ich mich nicht schon wieder in etwas hineinillusioniere.« Eigentlich wollte sie nie mehr auf die Nachricht eines Mannes warten. Sie wollte ihre hart erarbeitete Ruhe genießen, nach allem, was sie in ihrem Leben als Frau durchgestanden hatte. Doch dann trifft sie im Supermarkt Friedrich wieder und sofort ist die alte Frage da: Ja, nein, vielleicht?

ISBN: 978-3-446-28288-9

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