Empfehlung von Katharina von Glasenapp
„Über Wolfgang Amadeus Mozart gibt es unzählige Bücher, nicht aber über seine Schwester Maria Anna, genannt Nannerl, die fünf Jahre ältere Schwester, die als Kind eine hochbegabte Pianistin war und später als Klavierlehrerin in Salzburg wirkte. Stefan Cordes zeichnet in „Wir waren Wunder“ das Leben der Familie nach: Vater Leopold möchte seine musikalischen Kinder in der Welt bekannt machen, reist mit ihnen nach Wien, wo sie nach langer Wartezeit endlich vor der Kaiserin spielen dürfen, die elfjährige Nannerl am Klavier, der sechsjährige Wolfgang an der Geige. Salzburg wird vor allem dem ehrgeizigen Vater zu klein, vier Jahre geht er mit der ganzen Familie auf Reisen nach Deutschland, Frankreich, England, es ist eine Reise voller Entbehrungen, Rückschläge, Krankheiten, aber auch großer Erfolge. Das Buch erzählt ein Stück Kulturgeschichte, thematisiert aber auch die Spannungen zwischen Vater und Tochter und den mühsamen Weg eines jungen hochbegabten Künstlers inmitten von Intrigen und Vorurteilen.“
Vom Buchrücken: FRAUEN WERDEN KEINE KOMPONISTINNEN. Wolfgang Amadeus Mozart ist ein seltsamer Junge, der die Cembalo-Tasten streicheln möchte und beginnt. Seine fünf Jahre ältere Schwester Marianne aber ist schon mit vierzehn Jahren eine der größten Klaviervirtuosinnen Europas, gefeiert in den Musikmetropolen Wien, Paris und London. Mit Vater und Mutter reist sie durch halb Europa, doch Glanz und Erfolg verfliegen – gnadenlos fallen lässt man sie als junge Frau. Das sinnliche und rasante Porträt einer Familie, die mit Marianne Wege aus der Abhängigkeit ihres patriarchalen Vaters in die Freiheit sucht. Auch wenn sie dafür ihren großen Traum opfern muss.
ISBN: 978-3-328-60525-6

