„Wo wir gehen“

Robert Moor

Warum wählen wir im Zweifel lieber befestigte Wege statt Trampelpfade? Warum finden Ameisen scheinbar mühelos ihren Weg durch unbekanntes Terrain? Und warum haben Lebewesen überhaupt begonnen, sich von einem Ort fortzubewegen?
Als Robert Moor den Appalachian Trail entlangwanderte und endlose Kilometer auf den Weg vor seinen Füßen starrte, trieb ihn mehr und mehr die Frage um, warum es überhaupt so etwas wie Wege gibt und wie sie entstehen. Er reiste sieben Jahre lang rund um den Globus, beschritt große Routen ebenso wie schmale Cherokee-Pfade – und setzte sich der Wildnis aus. Seine eigenen Erlebnisse verbindet er aufschlussreich mit Erkenntnissen aus Wissenschaft, Geschichte und Philosophie.

Tipp von Margret Engst

Insel Verlag 978-3-458-17874-3 24,-€

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Dezember-Tipp „Aus Liebe zu Deutschland“

Hamed Abdel-Samad

Unsere Demokratie und unsere freie Gesellschaft sind in Gefahr. Wir müssen sie verteidigen!

Deutschland hat eine Tradition der Aufklärung – und eine der Inhumanität. Demokratie, Meinungsfreiheit, Pluralität haben uns die Alliierten gebracht. Es ist an der Zeit, sich dieser Werte bewusst zu werden und dafür einzustehen. Kaum jemand weiß besser als der in Ägypten aufgewachsene Hamed Abdel-Samad, welches hohe Gut die in Deutschland gelebte Liberalität ist. Er beobachtet aber seit Jahren eine toxische Tendenz des öffentlichen Klimas, die freie, streitbare Diskursethik, Grundlage jeder demokratischen Auseinandersetzung, gegen eine engstirnige und antiaufklärerische Gesinnungsethik einzutauschen.

dtv 978-3-423-28247-5   20,-€

Dezember-Tipp von Renate Natterer

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„Eines Menschen Flügel“

Andreas Eschbach

Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten – doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass sie fliegen können.

Es gibt jedoch weitere Rätsel: Noch nie haben die Menschen die Sterne gesehen.

Der Himmel ist immer bedeckt, als würde sich dahinter etwas verbergen. Den Himmel, so heißt es, kann man nicht erreichen. Oder doch?

Owen, einem Außenseiter, gelingt es – mit tödlichen Folgen …

Tipp von Petra Balke-Besser

Lübbe Verlag 978-3-7857-2702-7 26,-€

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„Botschafter des Lebens“

Caroline Ring

Eine botanische Entdeckungsreise durch unsere Städte

Wer faszinierende Bäume und ihre Geschichten kennenlernen will, muss dafür nicht tief im Wald verschwinden. In der Stadt genügt oft ein Schritt vor die eigene Haustür. Hier begegnet man mächtigen Riesen, begehrten Exoten und uralten Zeitzeugen.

Sie erzählen von Hoffnungen und Träumen, von Aufbruch und Enttäuschung, von unmöglicher Liebe und davon, wie es ist, als Baum in der Stadt zu leben. Manche sind gut versteckt, andere so unscheinbar, dass man an ihnen vorbeilaufen würde. Wieder andere sind so berühmt, dass sie eigene Namen tragen oder in Gedichten verewigt wurden.

Tipp von Margret Engst

Berlin Verlag 978-3-8270-1419-1 22,-€

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November-Tipp 2020 „Bergsalz“

Karin Kalisa

eine Graswurzelbewegung ganz eigener Art…

Das Kochen für einen Menschen alleine ist mühsam…Als ungebetenerweise eine Nachbarin nach der anderen mittags klingelt, entsteht etwas.. Ein Mittagstisch für viele – hier, im ländlichen weiten Voralpenland? Wo es nicht jedem passt, wenn sich etwas ändert. Es braucht Frauen aus drei Generationen: Franzi, Esma und Sabina. Es braucht Ben, der wenig sagt, aber wenn, dann in mancherlei Sprachen; es braucht Fidel Endres, einen Vorfahr, der etwas Entscheidendes hinterlassen hat – und einen halbleeren Kübel Alpensalz in einer stillgelegten Wirtshausküche, der zeigt: Dem Leben Würze geben, ist keine Frage der Zeit.

November-Tipp 2020 von Renate Natterer

Droemer Verlag 978-3-426-45387-2 22,-

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Jugendbuch-Tipp November „Sie mussten nach links gehen“

Monica Hesse

Nach dem Krieg und vor dem Nichts: Ein jüdisches Mädchen sucht seinen Bruder

Frühjahr 1945: Das KZ Groß-Rosen ist befreit, und die Soldaten behaupten, der Krieg sei vorbei. Aber für die 18-jährige Zofia Lederman fühlt es sich nicht so an. Ihr ganzes Leben ist in Scherben zerfallen: Vor drei Jahren waren ihr Bruder Abek und sie die Einzigen aus ihrer Familie, die an der Rampe nach rechts geschickt wurden, weg von den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau. Alle anderen – ihre Eltern, ihre Großmutter, ihre Tante Maja – mussten nach links gehen. Das Einzige, was Zofia noch am Leben hält, ist die Suche nach ihrem Bruder. Aber wie soll sie ihn in dem Meer von Vermissten finden? Und was, wenn er nicht mehr lebt?

Jugendbuch-Tipp von Ingrid Kapahnke

cbj Verlag 978-3-570-16602-4 18,-€

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„Was der Fluss erzählt“

Diane Setterfield

Ein stimmungsvoller Roman, der einen davonträgt wie ein Fluss, in eine Welt, in der Imagination und Wirklichkeit sich überlagern.

Eine stürmische Winternacht im ländlichen England des späten 19. Jahrhunderts: In der uralten Gaststube des „Swan“ sitzen die Bewohner von Radcot zusammen und wärmen sich an ihren Geschichten und Getränken, als ein schwer verletzter Mann mit einem leblosen Mädchen im Arm hereinstolpert. Eine Krankenschwester wird gerufen, die nur noch den Tod des Kindes feststellen kann. Als sie jedoch ein paar Stunden später die Todesursache festzustellen versucht, bemerkt sie, dass das Kind atmet und sich bewegt. Ein Wunder? Oder etwa Zauberei? Oder gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Und woher kommt das Mädchen?

Tipp von Petra Balke-Besser

Blessing Verlag 978-3-89667-329-9 24,-€

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„Ich bin ein Laster“

Michelle Winters

Ich bin ein Laster

Eine rasante Kriminalliebesgeschichte im kanadischen Nirgendwoland…

Agathe und ihr hünenhafter Ehemann Réjean haben das Geheimnis einer harmonischen und sinnlich erfüllenden Ehe entdeckt: großzügig akzeptierte kleine Lügen. Auch nach 20 Jahren freut sich Agathe über seine Angler-Erfolge – obwohl der mitgebrachte Fisch offensichtlich aus dem Kühlregal kommt. Als ihr Ehemann von einem dieser Angelausflüge nicht mehr heimkehrt, tun sich allerdings ein paar Fragen auf. Weil Agathe bald das Geld ausgeht, fängt sie an, in einem kirmeligen Elektronikgeschäft zu arbeiten. Ihre Kollegin Debbie, eine Ex-Cheerleaderin, bringt ihr das Autofahren, das Rock-and-Roll-Tanzen und noch so manches andere bei. Plötzlich steht der Verlorengeglaubte einigermaßen verändert wieder vor der Tür…

Tipp von Margret Engst

Verlag Klaus Wagenbach 978-3-8031-1352-8 18,-€

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„Die Annonce“

Marie-Hélène Lafond

Paul, 46, ist Bauer in der Auvergne und betreibt dort den familieneigenen Hof. Nur will er nicht wie seine beiden alten Onkel als Junggeselle enden und gibt eine Annonce auf.


In einer tristen Industriestadt am anderen Ende Frankreichs hat Annette, 37, gerade eine gescheiterte Beziehung mit einem straffälligen Alkoholiker hinter sich. Einen Vater im Gefängnis möchte sie ihrem elfjährigen Sohn Éric nicht auch noch zumuten, und sie reißt die Annonce aus der Zeitschrift aus.
Nach ersten Treffen auf halber Strecke hat Annette außer ein paar Fotos von einer unbekannten Welt besonders Pauls Hände vor Augen – Hände, die auf sie warten. Doch Pauls Familie lässt die beiden Neuankömmlinge unmissverständlich spüren, dass auf dem Hof kein Platz für sie ist.

Tipp von Hildegard Frey

Rotpunkt Verlag 978-3-85869-888-9 22,-

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Oktober-Tipp 2020 „Judith und Hamnet“

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Wie aus dem echten Leben die ganz große Literatur entstehen kann…

Agnes sieht ihn und weiß: Das ist er! Dabei ist der schmächtige Lateinlehrer aus Stratford-upon-Avon noch nicht einmal achtzehn. Egal, besser, sie küsst ihn schnell. Besser, sie erwartet schnell ein Kind. Vierzehn Jahre später sind es drei Kinder. Doch wie sollen sie auskommen, solange ihr Mann was auch immer mit diesen Theaterstücken treibt? Er ist in London, als der elfjährige Hamnet die Beulen am Hals seiner Zwillingsschwester Judith ertastet und auch als Agnes dann im Blick ihres Sohnes den Schwarzen Tod erkennt.
Maggie O’Farrell entdeckt den bedeutendsten aller Dramatiker neu, als Liebenden und als Vater. Vor allem aber erzählt sie zum ersten Mal die unvergessliche Geschichte seiner eigensinnigen, zärtlich kühnen Frau: Agnes.

Oktober-Tipp von Renate Natterer

Piper-Verlag 978-3-492-07036-2 22,-€

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